21.04.2010 Unsere lange vernachlässigte Schmuckabteilung hat Zuwachs bekommen. Ab jetzt bei uns, die trendigen Schmuckäxte aus Silber, Bronze und sogar Titan!!!
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Die Axt ist eines der Ur- Symbole der Menschheit. Als Werkzeug und Waffe begleitete sie den Menschen durch die Jahrtausende - im raschelnden Unterholz riesiger Wälder, zwischen Dörfern und Städten, im Dunst zerfallender und glorreich emporsteigender Reiche, trug er die Axt mit sich. Mit ihr zog der Mensch auf Entdeckungsfahrt über das Wasser, und besiedelte die Welt.
Mit den ersten geschäfteten Teilen ( wahrscheinlich aus einer Flintklinge und einem Rengeweihteil als Griff) eröffneten sich dem Menschen mit einem Mal ungeahnte Möglichkeiten. Ist doch eine Axt universell einsetzbar, nicht nur zur effektiveren Holzbearbeitung, sondern auch zum Jagen, und natürlich im Kampf.
So findet man auch seit der Steinzeit Hinweise auf einen Axtkult. Nicht etwa als eine kurz aufflackernde Erscheinung, die verglüht, noch bevor sich der Nebel über der Zivilisation lichtete - sondern als ein roter Faden, der sich durch die Menschheitsgeschichte zieht.
Denn überall stoßen Forscher, in trockenen, von Wüstensand umwehten Gräbern und zerbröckelnde Ruinen, in feuchter Erde und Sumpf, auf Äxte. Äxte zur Bearbeitung von Holz, zum Bau von Häusern und Schiffen, als perfektionierte Waffe, als den Göttern zugehöriges Attribut, als Statussymbol, Zeichen der Macht, des Heils, der Fruchtbarkeit, und letztendlich bis in unserer Zeit als Symbol und Wappen.
Parallel zur Entwicklung gebrauchsfähiger Äxte, finden sich solche, die nicht für den praktischen Gebrauch gedacht waren, aus Stein, Bernstein und später auch aus Kupfer, Bronze und Eisen, ja sogar solche in Gold gegossenen.
Häufig vorkommende, strahlenartige, Ornamentik und Blitzsymbole lassen auf eine Beziehung zu einer Wetter- bzw. Himmelsgottheit schliessen. So findet man die Axt auch in der Hand des Gottes selbst.
Seit dem Neolithikum wird sie daher auch zum Schutz vor Blitzschlag, beim Bau, in Häuser eingelassen, oder als Schutzzeichen auch mit der Schneide nach oben unter die Schwelle vergraben. Als Zeichen höchster Macht findet man sie in der Minoischen Zivilisation, als Amtszeichen der Würdenträger bei den Etruskern ( im Rutenbündel ) - dann von den Römern übernommen . Wundervoll verzierte Prunkäxte findet man im alten Ägypten, und dass im mohammedanischen Bereich Äxte noch bis 1800 Würdezeichen waren, zeigt ein Bild des Afghanen Ahmed Shah Durrany, der eine Axt wie ein Zepter hält. Den Wikingern ermöglicht sie den Bau ihrer einzigartigen Schiffe, und dadurch den Schlüssel zur Welt. Sie ist die Waffe ihrer Wahl. Auf ihr wurden Eide geschworen.
Überall wo sie hinkamen griffen sie das auf was ihnen sinnvoll erschien und ihren Gefallen erweckte. Je weiter sich also die Handelswege ausdehnten, desto vielfältiger wurden Form und Verzierung. So kamen, z.B., über die russischen Flüsse auch von den Mauren beeinflußte Hammer- und Doppeläxte, oft mit byzantinischer Verzierung, nach Norden.
Es tauchen dann so schöne, und in ihrem Material kostbar, gearbeitete Äxte auf, das sie nur als Statussymbol ihres Trägers zu deuten sind. Noch Heute finden sich Äxte in Wappen ( Norwegen, Ecuador, Gambia... ), Hoheitszeichen ( Frankreich... ) und Flaggen.
Nie verschwindet die Axt ganz aus dem Gedächtnis der Menschheit, sondern kehrt stets, in veränderter Form, wieder.
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